HUNDE
LIFESTYLE
KATZEN
 RASSEN
 GESUNDHEIT
    Ernährung
    Pflege
 LIFESTYLE
    Buchtipps
    Trends
 FREIZEIT
    Veranstaltungen
    Urlaub + Reisen
 SERVICE
    Züchter
    Wissenswertes
 Heft abonnieren
KLEINTIERE
PFERDE
TIERMEDIZIN - NEWS
URLAUB + FREIZEIT
TIERSITTER
KOOPERATIONEN
Unsere Gewinner
CRAZY4DOGS
DIE AKTUELLE AUSGABE

CRAZY4DOGS + ALL4PETS inside 17/03

Jetzt abonnieren !

ARCHIV
 Archiv
News und Aktuelles:
Urlaubszeit und Tierschutz
Bitte nicht in Touristenfallen tappen!
4-pfoten - kamele
(c) VIER PFOTEN

Andere Länder, andere Sitten – das ist ja auch das Schöne am Urlaub. VIER PFOTEN weist jedoch darauf hin, dass Tierschutzstandards im Ausland selten auf so hohem Niveau wie in Österreich sind. Und was Touristen auf den ersten Blick als reizvolle Urlaubsattraktion oder als kulinarische Delikatesse erscheint, ist vielleicht für Tiere mit Qualen verbunden.

„Ein Klassiker unter den Touristen-Attraktionen, besonders in exotischen Ländern, sind Elefanten-, Pony-, Esel- und Kamelritte. Aber Vorsicht: Die meisten dieser Tiere werden nicht artgemäß gehalten. Oft sind sie auch den ganzen Tag über der Hitze ausgesetzt, ohne mit frischem Wasser versorgt zu werden“, sagt VIER PFOTEN Kampagnenleiterin Martina Pluda. „Ganz wichtig zu wissen ist auch, dass gerade Elefanten als Babys oft brutal misshandelt werden, um sie gefügig zu machen. Die Tiere werden regelrecht gebrochen.“

Ein riesiges Tierschutz-Problem sind auch die „Streichelfarmen“ mit Babylöwen, wie sie etwa in Südafrika gang und gäbe sind. „Viele Touristen sind davon begeistert, wissen aber nicht, dass genau diese herzigen Löwen irgendwann für das so genannte Canned Hunting zum Abschuss freigegeben werden“, erklärt Pluda. „Dabei handelt es sich um eine besonders grausame Form der Gatterjagd.“ Immer öfter werden Touristen Fotos mit Wildtieren angeboten, sehr beliebt sind natürlich Tierbabys. „Wenn es die Gelegenheit gibt, Selfies oder andere Aufnahmen mit z.B. Bärenbabys zu machen, dann müssen sofort alle Alarmglocken schrillen“, warnt Pluda. Hier handelt es sich um reine Geschäftemacherei auf Kosten der Tiere, die meist unter inakzeptablen Bedingungen gehalten werden.

Was vor allem in südlichen Ländern dem Urlauber sofort ins Auge springt, ist die Anzahl an streunenden Tieren. Man lässt sich als Tierliebhaber leicht dazu verleiten, die Tiere zu füttern. „Das Problem ist, dass sich die Streuner sehr rasch an diese Nahrungsquelle gewöhnen, die dann nach der Urlaubssaison sofort wieder versiegt“, so Pluda. Füttern ist auch deshalb kritisch, weil sich die Tiere dadurch natürlich noch schneller vermehren. Viel sinnvoller ist es daher, einen lokalen Tierschutzverein direkt am Urlaubsort mit einer Spende zu unterstützen.

No-Go: Stierkämpfe und Co.
VIER PFOTEN empfiehlt außerdem, sich von Sport- und Wettkämpfen mit Tieren fernzuhalten und diese damit nicht zu fördern. Ob es die traditionellen Stierkämpfe in Spanien und Portugal (aktuell die Stierhatz in Pamplona) oder die grausamen Hunde-, Bären- oder Hahnenkämpfe sind: Ihnen ist gemeinsam, dass Tiere dafür gequält werden. Bei Stierkämpfen etwa werden Tiere schon vor dem Spektakel bewusst gereizt. Das kann von Schlägen gegen die Nieren über das Bohren von Nadeln in die Geschlechtsteile bis hin zur Verabreichung von Medikamenten, um die Tiere orientierungslos zu machen, reichen. Während des Kampfes wird der Stier oft mit Lanzen in die Seite gestochen. Höhepunkt ist die Tötung, wobei der Tod meistens durch Ersticken am eigenen Blut infolge des „Gnadenstoßes“ eintritt.

Allen, die im Urlaub auch gerne Tiere sehen, rät Pluda, Nationalparks oder Schutzzentren zu besuchen. In Südafrika etwa betreibt VIER PFOTEN das Großkatzenschutzzentrum LIONSROCK, das Großkatzen aus Zoo, Zirkus und schlechter Privathaltung ein neues Zuhause bietet und auch über Unterkünfte für Touristen verfügt (http://www.lionsrock.org).  

Zu guter Letzt empfiehlt Martina Pluda, beim Kauf von Souvenirs vorsichtig zu sein: „In vielen Geschäften werden Gegenstände aus Elfenbein, Schildkrötenpanzer, Lederprodukte aus Häuten exotischer Tiere oder Korallen angeboten. Mit dem Kauf trägt man zur Ausrottung geschützter Arten bei.“ Die Einfuhr von Souvenirs, die von bedrohten Arten stammen, ist nach dem Washingtoner Artenschutz-Abkommen nicht erlaubt und wird mit Geldbußen und sogar Freiheitsstrafen geahndet.

www.vier-pfoten.org


  letztes Update am 18.07.2017

 [zurück]

SUCHE:
  go >>

WERBUNG  

WERBUNG